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18.04.2010
Verbraucherschützer beklagen den großen Unterschied zwischen Kredit- und Leitzinsen. Während der Leitzins in den letzten 18 Monaten von 4,25 Prozent auf 1,0 Prozent gesenkt wurde, gaben die Zinsen für Ratendarlehen lediglich um etwa einen Prozentpunkt nach.
Ein ähnliches Bild bietet sich bei den Dispokrediten: Hier verminderten die Banken die Schuldzinsen nur um durchschnittlich 0,9 Prozentpunkte. Der Biallo-Index für Dispokredite weist aktuell eine Zinshöhe von 11,84 Prozent aus, teure Geldinstitute berechnen nach wie vor über 14 Prozent.
Sparzinsen bleiben dagegen weiter auf dem Rückzug. So sank im gleichen Zeitraum der Biallo-Index für einjähriges Festgeld von knapp fünf Prozent auf zuletzt 1,3 Prozent ab. "Die Geldhäuser schreiben ihren Kunden im Augenblick nicht mehr Zinsen gut, als sie an die EZB oder andere Banken überweisen müssen, wenn sie sich dort Geld leihen", so Preu.
Die Folge sind steigende Gewinnspannen der Banken. Lagen die Spannen bei Verbraucherkrediten vor Beginn der Finanzkrise bei rund vier Prozent, so haben sie sich aufgrund der massiven Leitzinssenkung praktisch verdoppelt. Dass die Kreditinstitute die Darlehenszinsen in absehbarer Zeit senken werden, erscheint fraglich. "Banken begründen die weiterhin hohen Kreditzinsen mit den Ausfallrisiken und der Risikovorsorge", so Preu.
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